Venusbeobachtung im nahen IR

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Projektleiterin/Autor: Silvia Kowollik
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08.03.2009


Aus den Testaufnahmen vom 28.2.09 ergaben sich optimale Belichtungszeiten von 13,7 Sekunden. Mit diesem Eckwert konnte am 07.03.2009 in einer sehr kurzen Wolkenlücke zwischen 19:14 und 19:35 Uhr MEZ weitere 60 Bilder der dunklen Venusseite aufgenommen werden. Der Himmel war tagsüber sehr klar, aber gegen 17:30 Uhr zog im Westen ein Wolkenband auf, der gesamte Himmel füllte sich mit Zirren und ab 20 Uhr zog der Himmel komplett zu. 

  55 Aufnahmen sind leider zu wenig, um die dunkle Seite der Venus in guter Qualität abbilden zu können.

Die Kamera wurde erneut mit dem Filter direkt im Fokus des 80 cm Spiegels platziert und nach einer sehr kurzen Aufnahmeserie mit 1/15 Sekunde Belichtungszeit wurde die Venus wieder mit 13,7 Sekunden belichtet. Leider stand Venus zu diesem Zeitpunkt schon sehr tief am Himmel und die Nachführung des Teleskopes schaltete nach 60 Bildern ab. Tiefer als 15° über dem Horizont kann mit dem 80 cm Spiegel nicht beobachtet werden.

Hier ein direkter Vergleich der Aufnahmen vom 28.02.2009 und dem 07.03.2009:

  Auf den Aufnahmen ist sehr gut zu erkennen, dass die zu 12 % beleuchtete Venussichel bei dieser langen Belichtungszeit immer noch rund 1/3 des Venusglobus überdeckt. Des weiteren fällt auf, dass die Venus vom 07.03.2009 größer als die vom 28.02.2009 erscheint. Dies ist keine optische Täuschung. Durch die Bewegung von Venus und Erde auf ihren Umlaufbahnen um die Sonne nähern sich die beiden Himmelskörper einander an und das Venusscheibchen erscheint größer im Gesichtsfeld der Kamera.

Leider waren die Wetterbedingungen zu schlecht, um nochmals eine Karte aus den Bildern zu erstellen. 

Sollte das Wetter weitere Beobachtungen in den nächsten Wochen zulassen, werden erneut Aufnahmen gemacht.

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