Planetenbeobachtung im nahen Infrarotbereich

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Projektleiterin/Autor: Silvia Kowollik
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Update: 02.06.2008


Am 02.06.2008 erfolgte ein Test aller derzeit verfügbaren Filter mit der Kamera DMK 21AF04.AS an Jupiter. Durchziehende Wolken und starke Turbulenzen in der Atmosphäre sorgten für suboptimale Bedingungen. Die Originalbrennweite des 80 cm Spiegelteleskop (8 Meter) wurde mit Hilfe einer Shapleylinse auf 5 Meter Brennweite reduziert. Zweck des Tests war die Bestimmung der Belichtungszeiten mit den Filtern.

  Jupiter um 02:20 UT mit 665 nm,
Belichtungszeit = 1/154 Sekunden pro Einzelbild, 10% von 3.000 Bildern
     
  Jupiter um 02:26 UT mit 800 nm,
Belichtungszeit = 1/15 Sekunden pro Einzelbild
10% von 3.000 Bildern
     
  Jupiter um 02:35 UT mit 890 nm, (Methanbandfilter, FWHM = 12 nm),
Belichtungszeit = 0,5 Sekunden pro Einzelbild
50 % von 500 Einzelbildern, Darkabzug, Kontraststeigerung Gamma=0,9

Der Große Rote Fleck und "Red Jr." zeichnen sich deutlich als helle Flecken ab, während der mittlerweile 3. rote Fleck am SEB-Südrand nur andeutungsweise aufgelöst wurde. Möglicherweise lag es am schlechten Seeing.

     
  Jupiter um 02:52 UT mit 1000 nm,
Belichtungszeit = 0,25 Sekunden pro Bild,
50% von 1000 Einzelbildern
     
  Jupiter um 03:03 UT mit UV Filter,
Belichtungszeit = 1/15 Sekunde pro Bild,
10% von 2.500 Bildern

 Die  Bildbearbeitung gliederte sich jeweils in 4 Schritte:

- Darkabzug
- subpixelgenaues Mitteln
- Kontrastanhebung
- Schärfung

Bei geeigneten Witterungsverhältnissen werden weitere Tests am 80 cm Spiegelteleskop der Sternwarte Zollern-Alb mit diesen IR-Durchlassfiltern im Juni  2008 durchgeführt.

Ab Herbst 2008 wird Uranus am Nachthimmel zu beobachten sein. Ziel unserer Beobachtungsreihe wird es dann sein, Wolken in der Atmosphäre des Planeten im nahen Infrarot zu erfassen.

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