Planetenbeobachtung -  Bilder vom Jupitereinschlag mit unterschiedlichen Filtern

logo.jpg (10770 Byte)

Projektleiterin/Autor: Silvia Kowollik
Seite 3
Update: 08.08.2009

In der Nacht von 31. Juli auf 1. August erlaubte die Wettersituation die Aufnahme von mehreren Sequenzen in sichtbarem Licht sowie UV- und Methanband. Durchsicht und Seeing waren zu Beginn der Beobachtung noch schlecht (3-4/10), verbesserten sich jedoch im Laufe der Beobachtungsnacht auf durchschnittlich (5/10).  
Jupiter um 01:15 Uhr MESZ im visuellen Licht, ZM = 121 °W. Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 24,8 ° über dem Horizont aber die Durchsicht war durch Schleierwolken beeinträchtigt.
Jupiter um 03:03 Uhr MESZ im visuellen Licht, ZM = 186,3 ° W (II). Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 26,7° über dem Horizont.

Der Große Rote Fleck nähert sich dem linken Planetenrand, links oberhalb des weißen Ovals in der Südlichen Tropischen Zone erkennt man die dunkle Einschlagswolke. Vom ovalen, dunklen Kern der Einschlagswolke geht ein schwacher Ausläufer nach links weg. 

Das südliche Äquatorband ist auf der ganzen Länge zweigeteilt, in der Äquatorzone zeigen sich ausgedehnte bläulich schimmernde Fahnen.

Das nördliche Äquatorband erscheint sehr turbulent mit Störungen und Rifts.

Jupiter um 03:35 Uhr MESZ im visuellen Licht, ZM = 205,6 ° W (II). Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 25,6° über dem Horizont.

Die Einschlagswolke steht fast genau im Zentralmeridian und im nördlichen Äquatorband erkennt man unterhalb des blaugrünen Balkens eine Zweiteilung des Bandes in Richtung zum rechten Planetenrand.

In den nördlichen Tropen stehen im Zentralmeridian und links davon unterhalb des orangefarbenen Bandes insgesamt 5 dunkle Knoten, die seit dem 14. Juni zu beobachten sind.

Jupiter um 03:38 Uhr MESZ mit UV-Filter, ZM = 207,4  °W (II), Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 25,4 ° über dem Horizont.

10% von 910 Bildern, 33,3 ms Belichtungszeit pro Bild.

An der Position des Einschlags ist eine längliche dunkle Wolke zu erkennen.

 

Jupiter um 03:43 Uhr MESZ mit Methanbandfilter, ZM = 210,4 °W (II), Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 25,1 ° über dem Horizont.

95% von 740 Bildern, 299 ms Belichtungszeit pro Bild.

Obwohl seit dem Einschlag mindestens 13 Tage vergangen sind, ist an der Position des Einschlags eine längliche Aufhellung sichtbar, was auf erhöhte Temperatur oder veränderte Atmosphärenchemie hindeutet.

Die dunklen Knoten in den nördlichen Tropen sind im Methanband nicht zu erkennen, sie ragen nicht über die normale Wolkenobergrenze hinaus.

Dieses Falschfarbenbild setzt sich aus den Aufnahmen im UV- (blau), Grün- und Methankanal (rot) zusammen. Hier erkennt man deutlich die Einschlagswolke als roten Bereich oberhalb des hellen Ovals in der Südpolkappe.

Wolken, die im Methanband hell, aber im UV-Band dunkel erscheinen, ragen üblicherweise ca. 30 km über die normale Wolkenobergrenze hinaus.

Jupiter um 03:57 Uhr MESZ im visuellen Licht, ZM = 218,9 ° W (II). Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 24,3° über dem Horizont.

Die Einschlagswolke steht jetzt im Zentralmeridian.

 

Weiter zu Seite 4:

Zurück zu Seite 2: