Planetenbeobachtung - Bilder vom Jupitereinschlag mit unterschiedlichen Filtern |
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Projektleiterin/Autor:
Silvia Kowollik
Seite 4
Update: 08.08.2009
| In der Nacht von 1/2. August erlaubte die Wettersituation eine weitere Sequenz in sichtbarem Licht sowie UV- und Methanband. Durchsicht und Seeing waren zu Beginn der Beobachtung noch durchschnittlich (5/10), verschlechterten sich jedoch im Laufe der Beobachtungsnacht. |
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Jupiter um 01:20 Uhr MESZ im visuellen
Licht, ZM = 274 °W (II). Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 25,3 ° über
dem Horizont, aber die Durchsicht war teilweise durch Schleierwolken
beeinträchtigt.
Das Einschlagsgebiet steht am linken Planetenrand, Red Jr. erscheint schwach gelb auf der rechten Seite in den südlichen Tropen, ihm folgt ein dunkler Spot. Das südliche Äquatorband ist auf der ganzen Länge zweigeteilt, in der Äquatorzone zeigen sich ausgedehnte bläulich schimmernde Fahnen. Das nördliche Äquatorband erscheint sehr turbulent mit Störungen und Rifts. Die nördlichen Tropen erscheinen unauffällig. |
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Jupiter um 01:33 Uhr MESZ mit
Methanbandfilter, ZM = 282 °W (II), Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt
25,9 ° über dem Horizont.
95% von 326 Bildern, 299 ms Belichtungszeit pro Bild. Obwohl seit dem Einschlag mindestens 14 Tage vergangen sind, ist an der Position des Einschlags eine Aufhellung sichtbar, die über den Planetenrand hinausragt. Dies deutet auf erhöhte Temperatur oder veränderte Atmosphärenchemie hin. Der helle Spot in den Südlichen Tropen ist Red Jr., der genau wie der Große Rote Fleck ca. 20-30 km über die normale Wolkenobergrenze hinaufragt.
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Jupiter um 01:38 Uhr MESZ mit UV-Filter,
ZM = 285,3 °W (II), Jupiter stand zu diesem Zeitpunkt 26,1 ° über
dem Horizont.
10% von 1349 Bildern, 33,3 ms Belichtungszeit pro Bild. An der Position des Einschlags ist eine dunkle Einkerbung am Planetenrand zu erkennen.
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Dieses Falschfarbenbild setzt sich aus
den Aufnahmen im UV- (blau), Grün- und Methankanal (rot) zusammen. Hier
erkennt man deutlich die Einschlagswolke als roten Bereich links unterhalb
der Südpolkappe am Planetenrand.
Wolken, die im Methanband hell, aber im UV-Band dunkel erscheinen, ragen üblicherweise ca. 20 - 30 km über die normale Wolkenobergrenze hinaus. |
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Aus den Bildern vom 28.7. bis 2.8.2009 wurde diese Gesamtansicht von
Jupiter mit dem Programm WINJUPOS erstellt, der orange Fleck in der Äquatorzone am linken Kartenrand ist der Jupitermond Io. |