Planetenbeobachtung mit Methanbandfilter

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Projektleiterin/Autor: Silvia Kowollik
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Update 06.05.2008

Am 05.05.2008 erfolgte der nächste Test mit dem Methanbandfilter am 80 cm Spiegelteleskop der Sternwarte. Die Durchsicht war mit 6.1 mag in dieser Nacht etwas über dem Jahresdurchschnitt, das Seeing lag mit 3-4/10 jedoch unter dem Durchschnitt. Im Laufe der Nacht kam Wind auf und verschlechterte die Bildqualität zusätzlich.

  Rohbild mit 1 Sekunde Belichtungszeit
     
  Rohbild mit 2 Sekunden Belichtungszeit
     
  Rohbild mit 4 Sekunden Belichtungszeit
     
  Rohbild mit 8 Sekunden Belichtungszeit
     
  Rohbild mit 12,6 Sekunden Belichtungszeit

Die Kamera wurde mit dem Filter direkt im Sekundär-Fokus des 80 cm Spiegelteleskopes der Sternwarte platziert und mit Belichtungszeiten zwischen 1 und 12,6 Sekunde wurden die obigen Bilder aufgenommen. Darks mit den selben Kamera- und Belichtungszeiteinstellungen wurden ebenfalls aufgenommen. Die  Bildbearbeitung gliederte sich in 4 Schritte:

- Darkabzug von den Rohbildern
- subpixelgenaues Mitteln
- Kontrastanhebung
- Schärfung

Bei der Bildbearbeitung ergaben sich die unten stehenden Bilder.

   
     
   
     
   
     
   
     
  Leider mußte die Belichtungsreihe bei 12,6 Sekunden vorzeitig abgebrochen werden, da schwere Windböen zu starken Seeingproblemen führten.

Bei nur 33 verwertbaren Bildern ist das Bild stark verrauscht. Beim nächsten Test werden wir versuchen, mehr Bilder zu mitteln.

Bei geeigneten Witterungsverhältnissen werden weitere Tests in den Monaten Mai und Juni 2008 durchgeführt.

Ab Herbst 2008 wird Uranus am Nachthimmel zu beobachten sein. Ziel unserer Beobachtungsreihe wird es dann sein, das Ringsystem des Planeten mit dem Methanbandfilter fotografisch zu erfassen.


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