Abbau und Transport des Astrodoms von der DLR in Braunschweig:

Autor: Kowollik, Silvia
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Am 01.03.2001 fuhren 3 Mitglieder der Betriebsgemeinschaft und 1 externer Helfer nach Braunschweig, um dort auf dem Flughafengelände einen Astrodom zu zerlegen und auf die Alb zu transportieren. 

Die Abfahrt erfolgte morgens um 2 Uhr bei schlechter Witterung und spiegelglatter Fahrbahn mit einem privaten Pkw. Um 9 Uhr erreichten wir Braunschweig und bei AVIS übernahmen wir einen Transporter, mit dem wir den zerlegten Astrodom auf die Alb transportieren wollten. Dann ging es zum Flughafen. Dort meldeten wir uns bei der DLR. Ein Mitarbeiter begleitete uns auf das Gelände und zeigte uns den Astrodom. Vom versprochenen Kran, der die Kuppel abheben sollte, war jedoch nichts zu sehen. Also war Muskelkraft gefragt...

Ein Mitarbeiter der DLR gewährte uns Zugang zum Flughafengelände auf dem der Astrodom stand.

Durch anhaltenden Regen war die Zufahrt zum Astrodom sehr aufgeweicht.

Der Astrodom - eine Sternwartenkuppel aus Glasfaserverbundwerkstoff.

Das mitgebrachte Werkzeug füllte den Kofferraum unseres Pkws vollständig aus.

Die Kuppelsegmente wurden durch riesige Schraubverbindungen zusammengehalten. 

Nicht jede Mutter ließ sich problemlos lösen. Manchmal war Gewalt das letzte Mittel...

Das Wetter ging uns an die Nieren - mal Regen, mal Schnee und dazu eisiger Wind.

 

Das ganze Gebäude in diesen Transporter? So langsam kamen uns Zweifel, ob wir alles im Fahrzeug unterbekommen würden ...

Der Astrodom stand ganz am Rand des Gelšndes, nur ein Maschendrahtzaun trennte uns vom Verkehrs-
übungsplatz und den neugierigen Augen der Fahranfänger...

 

Die beiden Flügelhälften wurden nach innen geschoben und mit Gurten verspannt, dann schoben wir die Kuppel nach hinten und ließen sie über die Leiter nach unten gleiten.

Geschafft - die Kuppel ist unten. Und kaum beschädigt. Und bei den Helfern sind immer noch alle Finger dran.
   
   

Inspektion der Kuppel auf Beschädigungen

Das erste Kuppelsegment wird auf die Seite gelegt damit es nicht bei der weiteren Arbeit aus Versehen
beschädigt wird.



Jetzt wird die Abdeckung gelöst. Auch sie ist zweigeteilt und mit großen Schrauben befestigt. Und es beginnt wieder zu Regnen...



Die Arbeit wird hektischer, wir hängen unserem Zeitplan hinterher.

"Gib mir mal den großen Hammer, die Schraube will sich nicht lösen"

 

Geschafft. Der erste Teil der Abdeckung ist unten. Und der Wind reißt sie uns fast aus den Händen...

Die Teile sind auseinander, jetzt beginnt es zu Schneien. 
 

Mir ist kalt! Der Schneematsch durchnäßt den Parka und so langsam habe ich Hunger. Aber wir arbeiten durch. Sonst werden wir nicht fertig.

Die Abdeckung ist komplett unten, Verschnaufpause für die Helfer und dann kommt auch noch die Sonne raus. Zigarettenpause...

Wie bekommen wir das alles in den Transporter?

Und wieder regnet es. An den Schuhen bilden sich dicke Matschklumpen...

Jetzt wird der Unterbau auseinander genommen. Auch er besteht aus Glasfaserverbundwerkstoff.

Nach dem Ulmer Spatz Prinzip haben wir den Transporter beladen.

Rein mit dem Material, und dann wieder raus. Mehrmals, aber dann

hat es gepaßt. Ich hätte nie gedacht, daß sie alle in den Transporter gehen.

"Noch ein bisschen höher, dadurch gibt es mehr Platz für die restlichen Teile"...
 

Sichern der Ladung mit Spanngurten gegen Verrutschen.
 

Paßt so ein Kuppelsegment durch die Schiebetüre? Leider nicht. Die bereits verstaute Ladung verhindert das Einladen. Also doch hinten rein...

Die Teile vom Unterbau bereiten uns Schwierigkeiten - wir haben die Wölbung unterschätzt. 
 

Das letzte Unterbausegment muß zersägt werden, damit es noch in den Transporter geht.
 

Das "Großwild" ist erlegt. Jetzt können die letzten Teile eingeladen werden. Es findet sich immer noch ein
Plätzchen...

Geschafft, alles zerlegt. Und im Transporter untergebracht. Am Platz der Kuppel liegen nur noch Schrauben...

Ein letztes Mal nachsehen, ob auch alles gut gesichert ist und überall Decken dazwischen sind...

Hier muß noch gesichert werden, dann können wir das Werkzeug einladen. 

Jetzt ist wirklich alles drinn. Nun können wir die Türe sichern...

Türe gesichert...

Auch die Autos haben "Durst"...

Nachdem wir die gesamten Kuppelteile im Transporter untergebracht hatten, luden wir noch Elektronikbauteile und eine Optische Bank aus dem Container ein. Mit Hilfe eines DLR-Mitarbeiters konnten wir sogar noch einiges von den optischen Versuchsaufbauten aus dem Container ausbauen und ebenfalls einladen. Mit 2 Stunden Verspätung verließen wir dann das Gelände und fuhren nach dem kombinierten Mittag- Abendessen Richtung Süden.