Jupiterbeobachtung 

Autor: Kowollik, Silvia
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Während bei meinen bisherigen Aufnahmen eine DMK 21AF04.AS mit 640 x 480 quadratischen Pixeln a 5,6 my zum Einsatz kam, habe ich die hier vorgestellte Aufnahme mit der "größeren Schwester", der DMK 31AF03.AS aufgenommen. Diese Kamera hat einen 1/3" Chip, der 1024 x 768 quadratische Pixel a 4,65 my enthält. Die Pixelabmessungen sind also etwas kleiner als die der DMK 21AF04.AS. Bei gleicher effektiver Brennweite am Newton wird Jupiter mit dieser Kamera auf mehr Pixeln abgebildet, erscheint also größer. Zusätzlich hat man ein größeres Gesichtsfeld, weiter außen laufende Monde können also auch noch abgebildet werden.

Die kleineren Pixel reduzieren die Empfindlichkeit der Kamera etwas und die erhöhte Anzahl der Pixel sorgt dafür, daß nur max. 15 Bilder pro Sekunde ohne Übertaktung des Chips und damit einhergehende Artefakte (Zwiebelringe) übertragen werden können. Ein Einzelbild der DMK31AF03.AS hat 700 kB, ein Einzelbild der DMK 21AF04.AS nur 300 kB.

Um die geringere Empfindlichkeit der Kamera auszugleichen, mußte ich den Gain von 900 bei der DMK21AF04.AS auf 1000 bei der DMK 31AF03.AS hochdrehen. Die Einzelbilder waren also gegenüber den Bildern des kleineren Chips stärker verrauscht. Während der Aufnahmezeit wurden 450 Bilder pro Farbkanal gewonnen und wie die Aufnahmen mit der anderen Kamera bearbeitet.  

Am 24. September war das Seeing durchschnittlich (5/10), Hochnebel und Kondensstreifen von Flugzeugen sorgten für eine unterdurchschnittliche Durchsicht (2/5) und der fast volle Mond störte die Bildgewinnung zusätzlich.  

   

Als Vergleich hier noch eine Aufnahme vom Vortag mit der DMK 21AF04.AS unter sehr ähnlichen Aufnahmebedingungen:

 
     

Jupiter am 23.09.2010 mit 900 Bildern pro Farbkanal. Diese Aufnahme hat durch die doppelte Anzahl an Einzelbildern deutlich weniger Rauschen.