Saturnbeobachtung
mit DMK 21AF04.AS, Filterrad und Astronimik-Filtern am 8" Newton mit Okularprojektion



Autor: Kowollik, Silvia
Private Homepage
eMail

 

   

Veränderung der Ringebene:

Beobachtet man Saturn von der Erde aus, so verändert sich sein Anblick jedes Jahr etwas.
Im Abstand von vielen Jahren kann man die Saturnringe freischwebend um die Saturnkugel
sehen oder vor der Planetenoberfläche. Die Ringe des Saturn umkreisen ihn in der Äquator-
ebene. Die Rotationsachse ist um 26° 44' gegen die Umlaufbahn des Ringplaneten gekippt,
die Umlaufbahn selbst hat eine Achsenneigung von 2° 29' gegen die Ekliptik. Dies verursacht
den unterschiedlichen Anblick des Saturns. Durchquert Saturn die Ebene der 
Ekliptik, kann man die Ringe kurzfristig nicht mehr sehen. Die Ringe haben zwar einen Durchmesser von rund 400.000 km, aber lediglich eine Dicke von ca. 400 Metern. Wenn die Sonne nur diese schmale Kante beleuchtet, sind die Saturnringe für uns unsichtbar. Nur noch die Saturnmonde markieren dann die Position der Ringebene. Das vorletzte Mal war 1995/1996 eine solche Kantenstellung. Die letzte Kantenstellung war im Dezember 2008 und im September 2009. Die Kantenstellung im Dezember 2008 war in den frühen Morgenstunden gut zu beobachten (Saturn kulminierte gegen 6 Uhr MEZ), im Sommer 2009 stand Saturn dann am Taghimmel dicht bei der Sonne und war somit äußerst schwierig zu beobachten.

Seit der Kantenstellung im Jahr 2009 sehen wir "von unten" auf die Nordseite der Ringe und im Lauf der nächsten Jahre werden sich die Ringe weiter öffnen...  




Veränderung der Ringebene zwischen
Februar  2004 und April 2010, 
Animation

aus eigenen Aufnahmen



Saturn am 22.04.2011 um 01:23:39 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: 665 nm von Schott



Saturn am 21:04.2011 um 01:17:54 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik 



Saturn am 20.04.2011 ab 00:45 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 18.04.2011 ab 23:51 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 18.04.2011 ab 00:10 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 16.04.2011 um 23:17 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS am 80 cm Spiegel
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 16.04.2011 um 01:29 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 11.04.2011 um 01:27 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: R von Astronomik
 



Saturn am 09.04.2011 ab 23:55 Uhr MESZ
mit DMK 31AF03.AS am 80 cm Spiegel
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 09.04.2011 um 02:17:33 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: R von Astronomik
 



Saturn am 03.04.2011 um 03:06 Uhr MESZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 26.03.2011 ab 01:50 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS am 80 cm Spiegel
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 24.03.2011 ab 01:48 Uhr MEZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 23.03.2011 ab 00:52 Uhr MEZ
mit DMK 21AF04.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 22.03.2011 gegen 01:30 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



Saturn am 20.03.2011 ab 2 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 

aufgenommen am 31.01.2011 4:40 - 6:00 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS mit 6" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 

aufgenommen am 30.01.2011 5:20 - 6:00 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS mit 6" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 



aufgenommen am 23.01.2011 um 06:23 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS mit 6" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 


aufgenommen am 17.01.2011 um 06:23 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS mit 80 cm Cassegrain
Filter: RGB von Astronomik
 



aufgenommen am 16.01.2011 um 06:56 Uhr MEZ
mit DMK 31AF03.AS mit 8" Newton
Filter: RGB von Astronomik
 

Anfang Dezember 2010 bemerkten Amateure, daß auf der nördlichen Hemisphäre von Saturn ein heller Spot auftauchte, der schnell heller und größer wurde. Das RWPE an Bord der Cassini-Sonde empfing zur Zeit der Sichtbarkeit des Sturmes kräftige Radiosignale, was auf einen gigantischen Gewittersturm hindeutet. Innerhalb von 3 Wochen wurde aus dem runden Spot ein Band mit mehreren Knoten, welches jetzt bereits mehr als 120 Längengrade überspannt.

Leider verhinderte andauerndes Schlechtwetter eine intensive Beobachtung dieses Ereignisses. In kleineren Wolkenlücken und/oder bei klarem Himmel, aber schlechtem Seeing gelangen bisher nur wenige Aufnahmen des Sturmsystems.