Saturnbeobachtung
mit DMK 31AF03.AS, Filterrad und Astronomik-Filtern am 8" Newton mit Okularprojektion



Autor: Kowollik, Silvia
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Veränderung der Ringebene:

Beobachtet man Saturn von der Erde aus, so verändert sich sein Anblick jedes Jahr etwas.
Im Abstand von vielen Jahren kann man die Saturnringe freischwebend um die Saturnkugel
sehen oder vor der Planetenoberfläche. Die Ringe des Saturn umkreisen ihn in der Äquator-
ebene. Die Rotationsachse ist um 26° 44' gegen die Umlaufbahn des Ringplaneten gekippt,
die Umlaufbahn selbst hat eine Achsenneigung von 2° 29' gegen die Ekliptik. Dies verursacht
den unterschiedlichen Anblick des Saturns. Durchquert Saturn die Ebene der 
Ekliptik, kann man die Ringe kurzfristig nicht mehr sehen. Die Ringe haben zwar einen Durchmesser von rund 400.000 km, aber lediglich eine Dicke von ca. 400 Metern. Wenn die Sonne nur diese schmale Kante beleuchtet, sind die Saturnringe für uns unsichtbar. Nur noch die Saturnmonde markieren dann die Position der Ringebene. Die letzte Kantenstellung war im Dezember 2008 und im September 2009. Die Kantenstellung im Dezember 2008 war in den frühen Morgenstunden gut zu beobachten (Saturn kulminierte gegen 6 Uhr MEZ), im Sommer 2009 stand Saturn dann am Taghimmel dicht bei der Sonne und war somit äußerst schwierig zu beobachten.

Seit der Kantenstellung im Jahr 2009 sehen wir "von unten" auf die Nordseite der Ringe und im Lauf der nächsten Jahre werden sich die Ringe weiter öffnen...  




Veränderung der Ringebene zwischen
Februar  2004 und April 2010, 
Animation

aus eigenen Aufnahmen



Saturn am 15.01.2012 um 7:02:20 Uhr MEZ
mit 8" Newton, Filter: RGB von Astronomik 

Anfang Dezember 2010 bemerkten Amateure, daß auf der nördlichen Hemisphäre von Saturn ein heller Spot auftauchte, der schnell heller und größer wurde. Das RWPE an Bord der Cassini-Sonde empfing zur Zeit der Sichtbarkeit des Sturmes kräftige Radiosignale, was auf einen gigantischen Gewittersturm hindeutet. Innerhalb von 3 Wochen wurde aus dem runden Spot ein Band mit mehreren Knoten, welches Mitte 2011 bereits mehr als 120 Längengrade überspannte.